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REDAKTION

Über diese Seite

Gezeichnetes Porträt der Autorin auf einem Millimeterblatt, mit Maßstabsleiste und Registriermarken
Jana Ebersbach · Redaktion und Messung

Diese Seite hat eine einzige Prämisse: über Barfußschuhe lässt sich nur sinnvoll reden, wenn Sprengung und Sohlendicke in Millimetern auf dem Tisch liegen. Alles andere ist Ausstattung, Geschmack oder Werbung.

Geschrieben und gemessen wird von Jana Ebersbach. Der Hintergrund ist Bewegungslehre und die praktische Arbeit mit Läuferinnen und Läufern beim Umstieg auf flache Schuhe, nicht der Handel mit Schuhen. Die rechtliche Verantwortung für die Seite liegt bei der im Impressum genannten Betreiberin; redaktionelle Beiträge tragen den Namen der Autorin.

METHODE

Wie hier gemessen wird

Die beiden Messpunkte, auf die sich alles bezieht
Querschnitt einer Sohle mit den beiden Maßlinien für Ferse und Ballen
  • Linke Maßlinie: Höhe unter der Ferse
  • Rechte Maßlinie: Höhe unter dem Ballen
  • Die Differenz der beiden ist die Sprengung
  • Die rechte allein ist die Sohlendicke

Die Sohlendicke wird unter dem Ballen des ersten Zehengrundgelenks genommen, senkrecht und ohne Einlegesohle. Das ist der Punkt, an dem beim Abdruck die höchste Last ankommt, und gleichzeitig der, an dem sich die Sohle zuerst abträgt. Herstellerangaben schließen die Einlegesohle häufig ein, was zwei bis drei Millimeter Unterschied macht und bei einer Gesamtdicke von vier Millimetern über die halbe Zahl entscheidet.

Die Sprengung ist die Differenz zwischen diesem Wert und derselben Messung unter der Ferse. Sie ist die verlässlichste Angabe im Datenblatt, weil sie sich kaum unterschiedlich definieren lässt.

Die Zehenbox wird als Innenweite an der Ballenlinie erfasst, nicht als Außenmaß der Sohle. Die Sohle ist bei fast allen Modellen breiter als der Raum darin, und Herstellerangaben nennen oft das Außenmaß, weil es besser aussieht. Das ist gleichzeitig der unzuverlässigste und der wichtigste Wert, weshalb er im Zweifel nachgemessen wird.

Wo ein Wert aus einer Herstellerangabe übernommen ist und nicht selbst nachgemessen wurde, steht das im Datensatz. Diese Unterscheidung ist wichtiger, als sie klingt: dieselbe Modellbezeichnung weicht zwischen Produktionsjahren um bis zu einen Millimeter ab.

Innenweite der Zehenbox an der Ballenlinie, alle Modelle mit angegebener Weite
Balkendiagramm: innenweite der Zehenbox an der Ballenlinie, alle Modelle mit angegebener Weite, 8 Balken im gleichen Maßstab
  • Balken 1 von oben: Merrell Vapor Glove 6, 94,0 mm
  • Balken 2 von oben: Merrell Trail Glove 7, 95,0 mm
  • Balken 3 von oben: Vivobarefoot Primus Lite, 98,0 mm
  • Balken 4 von oben: Vivobarefoot Primus Trail II FG, 99,0 mm
  • Balken 5 von oben: Altra Escalante, 99,0 mm
  • Balken 6 von oben: Xero Shoes HFS II, 101,0 mm
  • Balken 7 von oben: Xero Shoes Scrambler Low, 102,0 mm
  • Balken 8 von oben: Freet Feldom, 103,0 mm
  • Die Skala beginnt bei 0 mm, ein kurzer Teilstrich ist 1 mm

KEINE_NOTEN

Warum es hier keine Bewertungen gibt

Vergleichsseiten geben üblicherweise Punkte, Sterne oder einen Testsieger aus. Diese hier nicht, und der Grund ist kein Understatement. Eine Note behauptet eine Rangfolge, und zwischen einer Sohle von 3 mm und einer von 8 mm gibt es keine: die eine ist für weichen Waldboden gebaut, die andere für Asphalt über eine Stunde. Wer beide auf einer Skala von eins bis zehn einsortiert, hat die Information zerstört, um die es ging.

Dasselbe gilt für die Zehenbox. Zwischen 94 mm und 106 mm liegen zwölf Millimeter, und welcher Wert der richtige ist, hängt ausschließlich vom Fuß der Person davor ab. Ein Testsieger wäre hier eine Aussage über den Durchschnittsfuß, den niemand hat.

Was stattdessen passiert: die Werte stehen in derselben Spalte, die Messpunkte stehen dabei, und der Text erklärt, in welcher Reihenfolge die Spalten zu lesen sind. Zuerst die eigene Ballenbreite, weil sie sich durch nichts ausgleichen lässt. Dann der Untergrund, auf dem die meisten Kilometer entstehen. Dann die eigene Erfahrung mit flachen Schuhen. Zuletzt das Gewicht, weil es die einzige Spalte ist, deren Nachteil sich aufwiegen lässt.

Diese Reihenfolge nimmt mehr Arbeit ab als eine Note, weil sie in jedem Einzelfall zu einem anderen Ergebnis führt und trotzdem nachvollziehbar bleibt.

HALTUNG

Was hier nicht behauptet wird

Keine Heilsversprechen

Barfußgehen kräftigt die Fußmuskulatur, verbessert das Gleichgewicht und verändert das Gangbild. Es korrigiert keine bestehende Fehlstellung, entgiftet nichts und tauscht keine Ladungen mit dem Erdboden. Die belegten Wirkungen reichen aus; die unbelegten kosten Glaubwürdigkeit.

Keine Abkürzungen

Der Umstieg dauert Monate, weil die Anpassung des Mittelfußknochens Monate dauert. Kein Schuh, kein Gerät und kein Plan verkürzt diese Zeitspanne. Was ein Plan kann, ist verhindern, dass man in die längere Variante rutscht.

Keine medizinische Beratung

Die Inhalte informieren und ersetzen keine Untersuchung. Bei Diabetes, einer Neuropathie oder akuten Fußbeschwerden gehört der Umstieg vorher ärztlich abgeklärt, und zwar unabhängig davon, wie gut die Werte im Fußkraft-Test aussehen.

FINANZIERUNG

Wie sich die Seite finanziert

Einzelne Links auf Händler und auf weiterführende Ratgeber sind vergütet. Das ist offengelegt, weil es die einzige ehrliche Form ist, und es hat eine Grenze, die hier gilt: die Messwerte und die Reihenfolge der Tabellen sind davon nicht berührt. Die Tabellen führen auch Modelle, zu denen es keine Verlinkung gibt, und die Sortierung folgt dem Einsatzbereich, nicht einer Vergütung.

Wo ein Beitrag vollständig von einem Anbieter finanziert wurde, ist er als solcher gekennzeichnet. Solche Beiträge stehen nicht in der Hauptnavigation und beeinflussen die Vergleichsdaten nicht.

Was hier nicht passiert: bezahlte Platzierungen innerhalb der Vergleichstabellen, gekaufte Testsieger und Rabattcodes, die eine Empfehlung ersetzen. Der Grund ist praktisch. Eine Tabelle, deren Reihenfolge sich kaufen lässt, ist als Tabelle wertlos, und dann ist auch die Vergütung weg.

KORREKTUREN

Fehler und Korrekturen

Messwerte veralten. Hersteller ändern Modelle unter demselben Namen, Serien wechseln jährlich, und dieselbe Bezeichnung weicht zwischen Produktionsjahren um bis zu einen Millimeter ab. Wer eine Abweichung an einem eigenen Paar feststellt, kann sie über die Kontaktseite melden; die Angabe im Datensatz wird dann geprüft und gegebenenfalls geändert.

Dasselbe gilt für die Chronik im Archiv. Frühe Veranstaltungen sind über Ankündigungen belegt, nicht über eine zentrale Statistik, weil es für diese Veranstaltungsform nie einen Verband gab. Ergebnislisten, Ausschreibungen und Fotos aus jener Zeit liegen meist auf einzelnen Rechnern und gehen entsprechend schnell verloren. Beiträge dazu sind willkommen.

Was nicht korrigiert wird, sind Werte, für die eine Quelle fehlt. Eine Zahl ohne Messpunkt ist keine Verbesserung gegenüber einer Zahl mit dokumentierter Herstellerangabe, auch wenn sie genauer klingt.

WOHER

Warum diese Seite in Millimetern rechnet

Der Anlass war eine wiederkehrende Beobachtung aus der Arbeit mit Läuferinnen und Läufern: fast alle, die den Umstieg abgebrochen hatten, hatten ihn nicht wegen der Schuhe abgebrochen, sondern wegen des Tempos. Und fast alle hatten den Schuh nach dem Namen gekauft und nicht nach der Innenweite.

Beides sind Informationsprobleme, keine Motivationsprobleme. Die Angaben, die man für eine gute Entscheidung braucht, existieren; sie stehen nur in unterschiedlichen Einheiten, an unterschiedlichen Messpunkten und teilweise gar nicht. Wer sie in eine Tabelle zwingt, hat den größten Teil der Arbeit erledigt.

Der zweite Teil ist der Zeitplan. Dass die Wadenmuskulatur in Wochen und der Mittelfußknochen in Monaten reagiert, ist keine Randnotiz, sondern die Erklärung für die häufigste Verletzung in dieser Umstellung. Ein Plan, der beide Zeitspannen mitrechnet, sieht langsamer aus als das, was sich gut anfühlt, und ist der kürzere Weg.

AUFBAU

Wie die Seite aufgebaut ist

Daten

Der Schuhvergleich ist die Grundlage. Alle Tabellen im Textteil beziehen sich auf denselben Datensatz, damit eine Zahl nicht an zwei Stellen unterschiedlich steht.

Werkzeuge

Der Umstiegsplan rechnet den Aufbau aus vier Angaben, der Fußkraft-Test macht die Anpassung in Zahlen sichtbar. Beide funktionieren ohne JavaScript.

Einordnung

Die Beiträge erklären, warum die Werte so zusammenhängen, und trennen belegte Wirkungen von verbreiteten Behauptungen. Das Archiv hält fest, wie das Barfußlaufen hierzulande angefangen hat.

SPRACHE

Wie hier geschrieben wird

Zwei Regeln, die sich aus dem Thema ergeben. Die erste: eine Zahl kommt mit ihrem Messpunkt oder gar nicht. „Dünne Sohle" ist keine Angabe, „4,0 mm unter dem Ballen, ohne Einlegesohle" ist eine. Wo eine Zahl fehlt, steht das, statt sie zu schätzen.

Die zweite: eine Wirkung kommt mit ihrer Beleglage. Bei Barfußgehen ist die Kräftigung der Fußmuskulatur belegt, die Korrektur einer bestehenden Fehlstellung nicht, und beides in einem Satz aufzuzählen wäre bequem und falsch. Wo eine verbreitete Behauptung nicht hält, steht sie trotzdem da, mit dem Hinweis, dass sie nicht hält, weil das Weglassen die Frage nicht beantwortet.

Was daraus folgt, ist ein Ton, der weniger verspricht als üblich. Der Umstieg dauert Monate, die Wahl des Schuhs hängt an der eigenen Fußbreite, und eine Tabelle ersetzt keine Anprobe. Das sind unbequeme Auskünfte und die einzigen, die nach dem Kauf noch stimmen.

KONTAKT

Wofür sich eine Nachricht lohnt

Drei Dinge sind konkret hilfreich. Eine Abweichung zwischen einer Angabe hier und einem eigenen Paar, möglichst mit der Produktionsjahr-Angabe vom Etikett. Ein Modell mit dokumentierter Innenweite, das in der Tabelle fehlt. Und Unterlagen zu früheren Barfußveranstaltungen, weil davon am meisten verloren geht.

Wofür sich eine Nachricht nicht lohnt: die Bitte um eine persönliche Schuhempfehlung. Ohne die gemessene Ballenbreite, den überwiegenden Untergrund und die bisherige Erfahrung wäre jede Antwort geraten, und mit diesen drei Angaben steht die Antwort schon in der Tabelle.

GRENZEN

Was diese Seite nicht leisten kann

Zwei Dinge, die eine Seite grundsätzlich nicht kann, und es lohnt sich, sie zu benennen, statt sie zu überspielen.

Sie kann keinen Fuß ansehen. Wie jemand abrollt, wo er unter Last nachgibt und warum eine bestimmte Stelle schmerzt, steht in keiner Tabelle und lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Die Werte hier beschreiben Schuhe, nicht Menschen, und die Verbindung zwischen beiden muss jeder selbst herstellen oder sich vor Ort ansehen lassen.

Sie kann außerdem keine Aktualität garantieren, die es in dieser Kategorie nicht gibt. Modelle werden unter demselben Namen verändert, Serien wechseln jährlich, und eine Angabe kann zwischen zwei Produktionsjahren um einen Millimeter abweichen. Wer ein Paar in der Hand hat, hat die bessere Quelle als jede Tabelle, und Abweichungen sind willkommen.

Aktualität

Wie oft die Daten geprüft werden

Die Vergleichsdaten werden bei jedem neuen Modell durchgesehen und mindestens einmal je Saison gegen die aktuellen Herstellerangaben gehalten. Ändert sich ein Wert, ändert sich die Tabelle und damit jede Stelle im Textteil, die sich darauf beruft, weil alle aus demselben Datensatz lesen. Das ist der Grund, warum die Zahlen an keiner Stelle doppelt gepflegt werden.

Bei der Chronik im Archiv gilt das Gegenteil: dort wird nichts aktualisiert, weil vergangene Termine sich nicht ändern. Ergänzt wird sie nur, wenn Unterlagen auftauchen, die bisher fehlten, und dann mit dem Hinweis, woraus die Angabe stammt. Eine Chronik, die sich rückwirkend glättet, ist als Quelle wertlos, weshalb hier auch die Lücken stehen bleiben, die niemand mehr füllen kann.

Häufige Fragen

Warum gibt es hier keine Punktzahlen?

Weil eine Note eine Rangfolge behauptet, die es nicht gibt. Eine Sohle von 3 mm ist nicht besser als eine von 8 mm, sondern für einen anderen Untergrund gebaut. Die Werte stehen nebeneinander, die Entscheidung bleibt beim Leser.

Woher kommen die Messwerte?

Aus eigenen Messungen an definierten Punkten oder aus Herstellerangaben. Welche der beiden Quellen gilt, steht pro Modell im Datensatz, weil sich Messpunkte zwischen Herstellern unterscheiden.

Gibt es Affiliate-Links?

Ja, einzelne Links auf Händler und weiterführende Ratgeber sind vergütet. Sie verändern weder die Messwerte noch die Reihenfolge der Tabellen, und die Tabellen enthalten auch Modelle ohne solche Verlinkung.

Wer ist rechtlich verantwortlich?

Die Angaben nach § 5 DDG und § 18 MStV stehen im Impressum. Redaktionelle Beiträge sind mit dem Namen der Autorin gekennzeichnet.

Was hier nicht passiert: es gibt kein Labor, keine Belastungsmaschine und keine bezahlten Tests. Und noch etwas nicht, das an dieser Stelle deutlich gesagt gehört: die Millimeterwerte in den Tabellen sind Herstellerangaben, keine eigenen Messungen an Serienschuhen. Was diese Seite damit macht, ist etwas anderes als Messen – sie legt die Werte nach denselben benannten Messpunkten nebeneinander, nennt die Messpunkte, und schreibt dazu, wo eine Angabe nicht vergleichbar ist oder ganz fehlt. Der Fuß dagegen wird tatsächlich gemessen, und zwar von Ihnen selbst, mit dem Maßblatt: Papier, Bleistift, Lineal.