PAAR_VERGLEICH
Freet Feldom oder Xero Shoes Scrambler Low
Die zwei breitesten Trailmodelle der Tabelle, und sie liegen bei der Box praktisch gleich. Getrennt werden sie durch die Sohle und durch 68 Gramm.
Die Frage, die dieser Vergleich beantwortet: Maximales Bodengefühl oder Schutz auf Geröll?
| Maß | Feldom | Scrambler Low | Differenz |
|---|---|---|---|
| Sprengung | 0,0 mm | 0,0 mm | gleich |
| Sohlendicke | 3,0 mm | 5,5 mm | 2,5 mm |
| Stollenhöhe | 4,0 mm | 3,5 mm | 0,5 mm |
| Zehenbox | 103 mm | 102 mm | 1 mm |
| Gewicht | 210 g | 278 g | 68 g |
| Einsatz | Trail | Trail | gleich |
Tabelle seitlich verschiebbar
Die Box ist hier kein Kriterium
- Obere Lane: Freet Feldom, 3,0 mm Sohle, darunter 4,0 mm Stollen
- Untere Lane: Xero Shoes Scrambler Low, 5,5 mm Sohle, darunter 3,5 mm Stollen
- Beide Lanes benutzen dieselbe Millimeterskala, ein kurzer Teilstrich ist 1 mm
- Der Höhenunterschied beträgt 2,5 mm
103 mm gegen 102 mm ist innerhalb der Messtoleranz derselben Serie über zwei Produktionsjahre. Diese Paarung ist damit die einzige in der Tabelle, in der die Zehenbox nicht entscheidet, und das verschiebt die Reihenfolge der Kriterien ausnahmsweise.
Beide gehören zu den drei Modellen, die einen Fuß über 100 mm Ballenbreite aufnehmen. Wer aus diesem Grund hier landet, hat die schwierigste Frage schon beantwortet und muss nur noch den Untergrund festlegen.
Für schmale Füße unter 96 mm sind beide zu weit. Dort wandert der Fuß bergab nach vorne, und bei einem Trailschuh mit Abstiegen ist das unangenehmer als auf der Straße.
2,5 mm Sohle, und wo sie umkippen
- Oberer Umriss: Freet Feldom, 103 mm Innenweite an der Ballenlinie
- Unterer Umriss: Xero Shoes Scrambler Low, 102 mm Innenweite an der Ballenlinie
- Beide Umrisse sind auf dieselbe Mittellinie gesetzt und im gleichen Maßstab gezeichnet
- Die Differenz beträgt 1 mm, also 0,5 mm je Seite
3,0 mm sind der niedrigste Wert der ganzen Tabelle. Auf trockenem Waldboden und Nadelteppich ist das die konsequenteste Wahl überhaupt: der Untergrund federt selbst, und die Rückmeldung ist nahezu vollständig.
Auf Geröll kippt es deutlich. Bei 3,0 mm drückt eine einzelne Steinkante fast ungefiltert durch, und über eine Stunde summiert sich das zu Beschwerden, die nichts mit Training zu tun haben. 5,5 mm nehmen davon einen spürbaren Teil weg, ohne dass die Nullsprengung angetastet wird.
Die Stollenhöhe läuft dabei gegenläufig: 4,0 mm beim dünneren, 3,5 mm beim dickeren. Auf nassem Lehm hat also der Schuh mit weniger Sohle mehr Grip, was die Entscheidung bei gemischtem Gelände nicht einfacher macht.
68 Gramm sind hier viel
210 g gegen 278 g ist die größte Gewichtsspanne in der Tabelle, und auf Trail zählt sie anders als auf der Straße. Bergauf wird jedes Gramm gehoben, und bei einer Stunde mit Höhenmetern summiert sich das merkbar.
Der schwerere Schuh bringt dafür ein robusteres Obermaterial und einen ausgeprägteren Zehenschutz mit. Auf Blockschutt und in steinigem Gelände ist das kein Luxus: der Vorfuß stößt bergauf an, und eine verstärkte Kappe kostet praktisch kein Bodengefühl, weil sie vorne sitzt.
Für lange, flache Waldrunden ist der leichtere die angenehmere Wahl. Für kurze, technische Strecken mit Steinen der schwerere. Das ist eine Streckenfrage, nicht eine Frage der Qualität.
Für welchen Umstiegsstand
3,0 mm sind kein Einstieg. Wer aus gedämpften Trailschuhen kommt, findet in diesem Wert die volle Punktbelastung des Geländes ohne jede Abfederung, und die Fußsohle setzt dann nach zwanzig Minuten die Grenze, nicht die Kondition.
Sinnvoll ist der Weg über 5,5 mm, für einige Monate, mit kurzen Einheiten auf weichem Boden. Danach ist die dünnere Variante eine Option und kein Sprung. Viele bleiben allerdings dauerhaft beim dickeren, weil er auf gemischten Strecken der brauchbarere ist.
Unabhängig von der Wahl gilt für Trail die längere Zeitrechnung: drei bis vier Monate, wo der Straßenumstieg acht Wochen braucht, weil die Stabilisatoren am Sprunggelenk ihre eigene Anpassung brauchen.
Was bei beiden zuerst nachgibt
Bei 3,0 mm ist ein Abtrag von einem Millimeter unter dem Ballen ein Drittel der Sohle. Der dünnere Schuh erreicht damit seine Grenze deutlich früher, und auf Trail geht der Abtrag schneller als auf Asphalt, weil Steine und Wurzeln punktuell arbeiten.
Bei beiden ist außerdem das Profil eine Verschleißgröße, die keine Zahl im Datenblatt hat. Abgerundete Stollen greifen auf nassem Lehm messbar schlechter, und der Punkt kommt lange vor dem Ende der Sohle. Ein Blick auf die Stollenkanten sagt mehr als die Restdicke.
Grob halten beide zwischen 400 und 700 Kilometern im Gelände, der dickere am oberen Ende. Höheres Körpergewicht verschiebt beide Werte nach unten.
WO_DIE_ZAHLEN_KIPPEN
Was die Tabelle über dieses Paar nicht sofort zeigt
Die Sohlendicke in der Zeile ist an der Basis gemessen, also dort, wo das Material flach ist. Beide Modelle haben ein Stollenprofil, und auf Profil liegt der Fuß nicht auf der Basis, sondern auf den Stollenspitzen – gerechnet wird also Basis plus Stollen. Für dieses Paar heißt das 7,0 mm beim Feldom gegen 9,0 mm beim Scrambler Low. Auf dem Datenblatt trennen die beiden 2,5 mm; dort, wo ein Stollen den Boden berührt, sind es 2,0 mm. Der Unterschied, für den man sich entscheidet, wird auf hartem Boden also kleiner, nicht größer.
Ob dieser Unterschied von 2,5 mm praktisch etwas bedeutet, entscheidet der Untergrund. Nach den Bereichen auf der Seite Sohlendicke nach Untergrund fällt der Feldom in trockener Waldboden, der Scrambler Low in Asphalt und Beton und gemischt, mit Schotter. Die beiden teilen keinen Bereich, sind also nicht für denselben Untergrund gedacht – hier entscheidet der Boden und nicht die Zehenbox.
Häufige Fragen
Welcher für Geröll?
Der Scrambler Low mit 5,5 mm Sohle und ausgeprägtem Zehenschutz. Bei 3,0 mm drückt eine Steinkante fast ungefiltert durch.
Welcher für nassen Lehm?
Der Feldom, weil er mit 4,0 mm die höheren Stollen hat. Auf Nässe zählt das Profil mehr als die Sohlendicke.
Sind 68 g wirklich merkbar?
Bergauf ja. Es ist die größte Gewichtsspanne der Tabelle, und im Gelände wird jedes Gramm bei jedem Höhenmeter gehoben.
Welcher passt bei schmalem Fuß?
Keiner der beiden. Unter etwa 96 mm Ballenbreite wandert der Fuß in beiden bergab nach vorne; dort sind die Straßenmodelle mit 94 bis 98 mm die passenderen.